Renault Twingo in Vollbrand: Wehren im Einsatz / VIDEO

Sonntag, den 18. Dezember 2016 um 11:30 Uhr Verfasst von  Redaktion 112-magazin
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Frankenauer Löschtrupp mit F-500 im Einsatz Frankenauer Löschtrupp mit F-500 im Einsatz Fotos: 112-magazin

FRANKENAU. Einen in Vollbrand stehenden Renault Twingo und einen Stapel brennender Altreifen haben die Wehren aus Frankenau, Allendorf/Dainrode und die Feuerwehren Altenlotheim/Schmittlotheim sowie Ellershausen/Louisendorf am gestrigen Samstag mit dem Multifunktionslöschmittelzusatz F-500 gelöscht.

Vorangegangen war eine 45-minütige, theoretische Einweisung, sowie die Wirkungsweise des Löschmittels F-500 durch Yusuf Türk in den Räumen der Freiwilligen Feuerwehr Frankenau. Hier wurde mit einem Beamer anschaulich die Wirkungsweise des als F-500 bezeichneten Löschmittelzusatzes - der einen wesentlich höheren Wirkungsgrad als Schaum besitzt - hervorgehoben.

Weitere Vorteile nannte Yusuf Türk in seinem Vortrag: Innerhalb weniger Sekunden kann ein Brandherd von 1200 Grad auf 80 Grad Celsius heruntergekühlt werden, die Verletzungsgefahr für die Einsatzkräfte reduziert sich dadurch erheblich. Ebenso vorteilhaft gegenüber Löschschaum bezeichnete Türk, dass die Löschtrupps mit F-500 nicht knietief im Schaum stehen und dadurch Gegenstände oder Unebenheiten am Boden besser erkennen können. Auch die Wassermenge kann bei Löscharbeiten mit F-500 erheblich reduziert und die Logistik positiv beeinflusst werden. Ein ganz wichtiger Aspekt dürfte auch die gute Umweltverträglichkeit des Löschmittelzusatzes sein, sagte Yusuf Türk und schloss den theoretischen Vortrag ab.

Im Anschluss daran verlegten die Wehren mit ihren Einsatzfahrzeugen an den Ortsrand von Frankenau. Im Bereich der Kellerwaldhalle hatten die Kameraden ein ausgedientes Auto in Brand gesetzt sowie einen Stapel Altreifen angezündet. Unter Federführung von Yusuf Türk konnte die Wirkungsweise des F-500 anschaulich verdeutlicht werden. Türk verwendete den Zusatz, der dem Löschwasser mit einem speziellen Hohlstrahlrohr beigemischt wurde, bei einem ersten Löschangriff. Auch Löschtrupps der Frankenauer Feuerwehr hatten die Möglichkeit den Brandherden mit F-500 entgegenzutreten. Andre Hesselbein von der Freiwilligen Feuerwehr Frankenau begleitete die Löschaktionen mit einer Wärmebildkamera und tatsächlich konnte die Temperatur des brennenden Reifenstapels nachweisbar von 1283 Grad Celsius auf 78 Grad in nur 30 Sekunden heruntergekühlt werden. Bei dem brennenden Pkw kamen ähnliche Werte zustande.

Alles in allem waren die Wehrführer und die Einsatzkräfte von der Veranstaltung begeistert. Da bereits die Feuerwehren Bad Wildungen und Gemünden erfolgreich den Löschmittelzusatz F-500 verwenden, hoffen die Frankenauer, schon im nächsten Jahr den brandheißen Herausforderungen mit F-500 begegnen zu können.

Zuletzt geändert am Sonntag, den 18. Dezember 2016 um 19:25 Uhr

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