Gasbetriebenes Auto verunfallt: Übung zeigt Risiken auf

Dienstag, den 28. Juni 2016 um 21:53 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Feuerwehrleute befreiten die eingeklemmten Verletzten, die der Rettungsdienst behandelte. Feuerwehrleute befreiten die eingeklemmten Verletzten, die der Rettungsdienst behandelte. Fotos: Feuerwehr Diemelsee

SUDECK/SCHWEINSBÜHL. Sirenenalarm für die Feuerwehren Schweinsbühl, Deisfeld, Ottlar und Giebringhausen: Die Alarmierung informiert über einen Verkehrsunfall zwischen Sudeck und Schweinsbühl im sogenannten Feld Ittlar. Dort sind zwei Fahrzeug zusammengestoßen und mehrere Personen eingeklemmt. Zum Glück handelt es sich nur um eine Übung...

Zusätzlich zu den Feuerwehren aus den vier umgebenden Ortsteilen sind der Gerätewagen Logistik (GW-L2 TH) der Feuerwehr Adorf und ein Rettungswagen der Johanniter Unfallhilfe ebenfalls aus Adorf alarmiert. Die Einsatzleitung hat die Feuerwehr Schweinsbühl als ersteintreffende Kraft.

Der Gruppenführer erkundet die Lage und teilt die wenig später eintreffenden weiteren Kräfte entsprechend ein. Die Rettungssätze der Feuerwehren Giebringhausen und Adorf werden in zwei Einsatzabschnitten eingesetzt und die Personen aus den verunfallten Fahrzeugen befreit. Weitere Kameraden suchen eine vermisste Person, die sich vermeintlich unter Schock stehend von der Einsatzstelle entfernt hat.

Für besondere Gefahren sensibilisieren
Besonderes nutzten die Einsatzkräfte diese Übung im Feld Ittlar, um auf mögliche Gefahren an einer Einsatzstelle hinzuweisen. Bei einem der verunfallten Fahrzeuge handelte es sich nämlich um ein mit Erdgas betriebenes Fahrzeug. Das zweite Fahrzeug stellte ein Kurierfahrer dar, das für Apotheken Medikamente fährt. Hier sollte für eine mögliche Gefahr durch Radioaktivität sensibilisiert werden. Trotz einsetzenden Regens verlief die Übung reibungslos. Die Gemeindebrandinspektoren Karl-Wilhelm Römer und Torsten Behle beobachteten die Übung und zeigten sich im Anschluss ebenfalls zufrieden mit dem Ablauf.

Kurios: Die angenommene Unfallstelle lag unmittelbar an einem sogenannten Rettungspunkt. Im Ernstfall nennt man beim Notruf (112) die auf der Rettungspunkt-Tafel aufgeführte Kombination - in diesem Fall KB-130. Dies erlaubt es der Leitstelle, die entsandten Rettungsmittel sehr genau zum Ziel zu dirigieren. Rettungspunkte sind unter anderem an Waldparkplätzen zu finden - überall dort, wo es keine Straßennamen und Hausnummern gibt.

Zuletzt geändert am Dienstag, den 28. Juni 2016 um 22:24 Uhr